Wohlan, dies Gefolge ward von nun an

Masseny

genannt. Seied willkommen an der Stätten, wiewohl Masseny für Euch tanzet und spylet, Mägdlein die Speys und den roten Burgunder auf der langen Tafel richten und gar mannigfaltig Kerzlein das Lager zur güldnen Abendstunde und des langen Nachts mit ihrem Scheine in mildes Lichte taucht.
Spylet auf ihr Spylleut! Den lieblichen Damen, deren Füßlein Schon heimlich unter weiten Röcken ungeduldig scharren, den Gewandten Rittern und Herren, das stolze Schwerte zum Tanze abgelegt.
Spylet auf und lasset uns tanzen!

Gruppe2015
























Manch einem fiel sein kühnes Herz in seine Bruche, wagte er mit gar frechen Sprüchen die feinen Damen zu verwirren und die zarten Jungfern zu umgarnen. Denn behände war es gezogen das Schwert an des Ritters Seite, fürwahr es in seiner Gnade stand, jenen feisten Recken für sein vorlautes Maule zum Kampfe zu fordern! Es bedarf der Hiebe nicht vieler und wahrlich, des Kampfes ruhmvolles Ende nahte auf dem Fuße.

Und so es geschehe, dass rotes Blut aus frisch geschlagenen Wunden rinne, es stünde ein weiser Medicus an des kühnen Ritters Seite, sein Täschlein voll der Tränke und Elixiere, man Spricht wohl, er sei des heilens kundig!

So munkelt einer von geheimen Bünden und dunklen Gewölben, von Feuern, welchen das schwenkende Glas in des Medicus Hand erhitze. Ob’s wahr ist, wer’s zu sagen vermag?

Nun so habt ihr gehört von Masseny, der edlen Schar.

Endlich bedarf es nun Eurer lichten Augen um zu sehen, in welch Pracht und Wohlgestalt jenes Gefolge Euch zu erfreuen vermag.

Sattelt Eure mannigfaltigen Pferde und spannet die Wagen, die weiteste Reise wird sich lohnend zeigen und wär sie auch noch so beschwerlich!

So wird Masseny Euch erfrischen, der Medicus Euch ein Tränklein zur Stärkung bereiten und vergessen wird sein manch Müh und Last aus schneller Zeit, aus der Ihr kommen magt!

Doch noch auf ein Wort Ihr Leut, lasst Euren Sinn noch eine wohl kleine Weile auf diesen Seiten weilen.


Koenig FranzFranz I., König von Frankreich I., König von Frankreich, mit dem Beinamen des Ritterlichen, der die Frauen am Hofe heimisch machte, wo sie unter seinen Nachfolgern so wichtige Rollen spielten, bestieg am 1. Januar 1515 den Thron. Kein Fürst hatte mehr Anlagen, um groß zu werden. Schön, herablassend, freigebig, großherzig, lebhaften Geistes, treffenden Urteils, tapfer und unerschrocken, besaß er nur den Fehler einer allzu großen Nachsicht gegen seine Mutter und gegen die Fehler der Frauen, die ihn beherrschten. Unausgesetzt in Kriege verwickelt, die er um seine Ansprüche auf Italien kämpfte, bewarb er sich um die deutsche Kaiserkrone, die aber König Karl I. von Spanien erhielt, der ihn später in der Schlacht von Pavia 1525 besiegte und gefangen nahm Franz I. mußte einen nachtheiligen Frieden schließen, hielt jedoch die Bedingungen nicht und führte unablässig Kriege mit dem Kaiser. Dazu kamen die innern Kämpfe, die das Mark des Landes aussogen, und in denen sich der König einer erbitterten Verfolgung der Protestanten schuldig machte. Dennoch hielt Franz I. einen überaus glänzenden Hof und vergaß in den Armen der Liebe die Zerrüttung des Reichs, die Entscheidung der wichtigsten Angelegenheiten den Kabalen der Frauen überlassend. Unter den letztern muß zuerst die Gräfin von Chateaubriant genannt werden, deren Einflusse der Verlust des durch Bayard eroberten Mailands zuzuschreiben ist; unumschränkter noch walteten die Herzogin von Estampes und Diana von Poitiers, die den höchst unvortheilhaften Frieden von Crespy vermittelte. Die Verderbnis der Sitten am pariser Hofe wurde beispiellos, Treue und weibliche Tugend waren zu Phantomen herabgesunken. Dennoch erwähnt die Geschichte ein Beispiel der erhabensten Aufopferung eines Mädchens, um die Ehre zu retten. Franz wurde auf einer Reise im Städtchen Monosque in der Provence von einem Zuge junger Mädchen bewillkommnet, dessen Führerin beim ersten Anblicke sein Herz einnahm. Die Jungfrau, deren Name unbekannt geblieben ist, obwohl ihre That ewig leben wird, entstellte durch glühende Kohlen auf die entsetzlichste Weise ihr Gesicht und entging so den Nachstellungen des Königs. Seine letzte Geliebte, die Ursache seines furchtbaren Todes, war die schöne Ferronière. Nachdem der gräßlichste Schmerz seinen Körper neun Jahre hindurch gefoltert hatte, starb er am 21. März 1547. Franz I. war mit Claude, der Tochter Ludwig's XII., vermählt gewesen; sein ältester Sohn Heinrich II. folgte ihm auf den Thron von Frankreich.


Eleonore von Kastilien (spanisch: Leonor de Austria) (* 15. November 1498 in Löwen; † 18. Februar 1558 in Talavera de la Reina, Kastilien) war Infantin von Spanien aus dem Hause Habsburg, durch Heirat zuerst Königin von Portugal, später Königin von Frankreich.

Eleonore von KastilienEleonore und Franz I. heirateten um zwei Uhr in der Nacht des 4. Juli 1530 in der Abtei von Captieux. Die Zeremonie wurde vom Kardinal von Tournon geleitet. Anschließend segelten das Königspaar und sein Gefolge nach Bordeaux, wo Eleonore ihren feierlichen Einzug hielt. Der Kanzler Antoine Duprat und hohe geistliche Würdenträger begrüßten bei dieser Gelegenheit die reich geschmückte, in ein purpurnes Samtkleid gehüllte, neue französische Königin. Diese wurde am 3. Mai 1531 in Saint-Denis gekrönt und zog zwei Tage danach in Paris ein.

Franz I. behandelte seine Gattin zwar respektvoll, verbrachte aber nicht viel Zeit mit ihr und kam selten seinen ehelichen Pflichten nach. Er stand stark unter dem Einfluss seiner Mätresse Anne de Pisseleu d’Heilly, die er zur Herzogin von Étampes erhob. Noch am Tag von Eleonores Einzug in Paris begab er sich in das Haus seiner Mätresse und unterhielt sich mit ihr zwei Stunden am offenen Fenster im Angesicht des Volkes, wie ein Agent Heinrichs VIII. von England berichtete. Eleonore blieb politisch bedeutungslos, wohl auch, da sie dem König keine Kinder gebar. Dennoch erfüllte sie die Rolle einer würdevollen Königin und erschien manchmal mit ihrem Gatten bei offiziellen Anlässen wie der 1533 erfolgten Heirat seines Sohnes Heinrich (II.) mit Katharina von Medici. Sie widmete sich auch frommen sowie karitativen Werken und wurde als „Schmuck der Feste bei Hof“ gefeiert.

Nach Kräften bemühte sich Eleonore, zwischen ihrem Gemahl und ihrem kaiserlichen Bruder zu vermitteln. Doch das primäre Ziel ihrer politisch motivierten Ehe, die Feindschaft zwischen den Häusern Habsburg und Valois beizulegen, wurde indessen nicht erreicht. Eleonores Plänen, eine Vermählung ihrer aus der ersten Ehe Franz’ I. stammenden Stiefkinder mit Habsburgern herbeizuführen, war auch kein Erfolg beschieden. Der dritte Krieg Karls V. gegen Franz I. brach 1536 aus. Schließlich vermittelte Papst Paul III. in Nizza im Juni 1538 persönlich einen zehnjährigen Waffenstillstand zwischen dem Kaiser und dem französischen König. Im folgenden Juli trafen sich die beiden Monarchen persönlich in Aigues-Mortes, wobei Eleonore sie in einer höfischen Versöhnungsgeste zur Begrüßung umarmte. Freilich blieben bindende Abmachungen auch bei diesem Treffen aus. In seinem vierten Krieg gegen Franz I. setzte der Kaiser im Sommer 1544 zum Zug nach Paris an, doch kam es bald zu Verhandlungen, in die sich auch Eleonore einschaltete. Sie schrieb ihrem kaiserlichen Bruder, dass sie einen dauerhaften Frieden wünsche. Am 18. September 1544 wurde der Krieg durch den Frieden von Crépy beendet. Vom 22. Oktober bis 3. November 1544 weilte Eleonore mit dem Herzog von Orléans in Brüssel auf Besuch bei ihrem Bruder Karl V. und ihrer Schwester Maria.


 

Caterina Maria Romula de’ Medici (* 13. April 1519 in Florenz; † 5. Januar 1589 in Blois) war Prinzessin von Urbino und entstammte der einflussreichen florentinischen Familie der Medici. Sie war durch Heirat mit Heinrich II. ab 1547 Königin von Frankreich und später auch Regentin für ihre minderjährigen Söhne. Bekannt wurde sie unter anderem durch ihren Befehl, in der sogenannten Bartholomäusnacht tausende Hugenotten zu ermorden. In der Folge kam es in Frankreich zu Pogromen gegen Protestanten.

Katrin de MediciCaterina de’ Medici entstammte der florentinischen Familie der Medici, die Florenz von 1434 bis 1737 bis auf zwei Unterbrechungen in den Jahren 1494–1512 und 1527–1530 beherrschte. Sie wurde in Florenz als Tochter von Lorenzo di Piero de’ Medici (1492–1519) und der französischen Bourbonen-Prinzessin Madeleine de la Tour d’Auvergne (1495–1519) am 13. April 1519 geboren. Die Ehe zwischen der französischen Hochadeligen und dem Abkömmling einer italienischen Familie, die von vielen in Frankreich lediglich als reiche Kaufmannsfamilie angesehen wurde, war auf Betreiben des französischen Königs Franz I. und des der Medici-Familie angehörenden Papstes Clemens VII., eines Onkels von Lorenzo di Piero, zustande gekommen. Franz I. beanspruchte mehrere italienische Fürstentümer, darunter unter anderem das italienische Herzogtum Mailand, benötigte aber einen starken Verbündeten, um diese Ansprüche durchsetzen zu können. Die Ehe sollte die Allianz mit dem Papst festigen. 

 

 

 


 

Sibylle war die älteste Tochter von Herzog Johann III. von Jülich-Kleve-Berg (aus dem Haus der Grafen von Mark) und Maria von Jülich-Berg (1491–1543), der Erbtochter von Herzog Wilhelm IV. von Jülich-Berg.
Im September 1526 wurde sie mit dem späteren Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen in Schloss Burg an der Wupper verlobt, wo auch das Beilager stattfand. Sibylle von Jülich Kleve BergIn Mainz war nach längeren Verhandlungen die Eheverbindung, die standesüblich dynastischer Räson folgte, verabredet worden. Die prunkvolle Hochzeitsfeier, der ein aufwändiger Brautzug voranging, fand Anfang Juni 1527 in Torgau statt.
Wie der rege Briefwechsel in der Zeit der Gefangenschaft ihres Gatten (1547–1552), eine Folge des Schmalkaldischen Krieges zeigt, waren sich die Ehepartner in inniger Liebe zugetan. Nach fünf Jahren Gefangenschaft kam er 1552 wieder in Freiheit. Nach dem Wiedersehen blieb den Eheleuten nur wenig gemeinsame Zeit. 1554 verstarben beide innerhalb eines Monats und wurden in der Stadtkirche zu Weimar beigesetzt.
Wie ihr Ehemann, den sie bei seinem Einsatz für die Reformation unterstützte, führte Sibylle von Jülich-Kleve-Berg die Devise Als in Eren (Alles in Ehren kann niemand verwehren), beispielsweise mehrfach angebracht auf dem Cranach-Porträt in der Veste Coburg.
Der thüringische Reformator Justus Menius widmete ihr den Fürstenspiegel Oeconomia christiana.






Francois Clouet (* 1510 in Tours; † 22. September 1572 in Paris; auch François Janet) war ein französischer Maler.

Francois ClouetClouets Vater, der niederländische Maler Jean Clouet, ließ sich in Tours und später in Paris nieder. Jean Clouet wurde nach seinem Vornamen Janet (eigentlich Jehannet) genannt. „Janet“ war daher auch als Nachname für seinen Sohn in Gebrauch, was zu Verwirrungen führte.
Francois Clouet erhielt 1541 das französische Bürgerrecht und war Hofmaler Franz` I., Heinrichs II. und Karls IX.
Clouets Gemälde tragen deutlich die Spur seiner niederländischen Abkunft an sich; sie sind sehr fein ausgeführt, mit vorherrschend silbergrauem Ton, der die Modellierung des Fleisches etwas platt erscheinen lässt. Mit Holbein, dem seine Bilder häufig zugeschrieben werden, kann er sich nicht messen. Clouet zählt zu den Malern der Zweiten Schule von Fontainebleau.
Zu seinen Hauptwerken gehört das lebensgroße und ganzfigurige Bildnis Karls IX. im Wiener Belvedere. Der Louvre in Paris besitzt die Bildnisse Karls IX. und Elisabeths von Österreich. Eine Sammlung von 88 mit schwarzer und roter Kreide gezeichneten Bildnissen von Mitgliedern des französischen Hofes befindet sich in Howard Castle.
Die Arbeit Dame im Bad ist als die Darstellung von Diane de Poitiers identifiziert worden, aber sie ähnelt wahrscheinlicher Marie Touchet, der Mätresse Karls IX. Mehrere Zeichnungen, größtenteils im Musée Condé, werden ihm ebenso zugeschrieben.







Nicolas Ferrial de Févrial, bekannt unter dem Namen TRIBOULET (1479-1536) - er war der Hofnarr am Hofe von Frankreich und diente sowohl den Königen Ludwig XII als auch Franz I.

Nicolas Ferrial de FevrialDer Hofnarr hatte zu dieser Zeit die Aufgabe und das Privileg, dem Herrscher als Einziger die Wahrheit sagen zu dürfen; er diente außerdem als Berater; auch in Kriegsangelegenheiten (eine sehr treffende Frage stellte er hierbei immer: und wie kommt das Heer dann wieder zurück). Victor Hugo verfasste 1832 das Melodram Le roi s'amuse (der König amüsiert sich) ein Drama um den Renaissance-König Franz 1. und seinen Narren Triboulet, welches 1851 als Grundlage für Verdis Stück Rigoletto diente.

Im Renaissancelager Masseny ist Triboulet zuständig für die Verpflegung des Hofstaates, d.h. er ist der Mann am Feuer und kocht.












Margarete von Navarra (auch Margarete von Angoulême, französisch Marguerite de Navarre; * 11. April 1492 in Angoulême; † 21. Dezember 1549 in Odos) war die Tochter des Grafen Karl von Angoulême und ältere Schwester König Franz I. von Frankreich.
margareta von Angouleme web2Durch Heirat wurde sie 1509 Herzogin von Alençon und 1527 Königin von Navarra. Sie förderte Dichter, Künstler und Gelehrte und war auch selbst Schriftstellerin. Ihr bekanntestes literarisches Werk ist das Heptaméron.

Margarete stammte aus einer Nebenlinie der französischen Königsfamilie, die durch den Tod von Ludwig XII. ohne männliche Erben zur Hauptlinie wurde (Haus Valois-Angoulême). Sie war Tochter des hochgebildeten Grafen Karl von Angoulême und zwei Jahre ältere Schwester von Franz von Angoulême, der 1515 als Franz I. auf den Thron nachrückte. Selbst hochgebildet wie ihr Vater, wurde sie aus dynastischen Gründen 1509 mit Herzog Karl IV. von Alençon verheiratet. Durch die Thronbesteigung ihres Bruders wurde sie neben ihrer Mutter Luise von Savoyen für eine Weile zur mächtigsten Frau Frankreichs. So reiste sie als Unterhändlerin nach Madrid, um Franz zu befreien, als er dort nach der verlorenen Schlacht von Pavia als Gefangener von Karl V. festgehalten wurde.

1525 wurde sie Witwe und von vielen Fürsten für eine erneute Heirat umworben, unter anderem, wie es heißt, von Karl V. und Heinrich VIII. 1527 ließ sich Margarete, wiederum aus dynastischen Gründen, mit Henri d'Albret verheiraten, König des diesseits der Pyrenäen gelegenen Restes des alten Königreichs Navarra, dessen größerer Teil 1512 von Spanien annektiert worden war. Henri war 11 Jahre jünger als sie und entstammte der gräflichen Dynastie von Foix. Das Paar lebte anfangs überwiegend am französischen Hof, verbrachte aber auch viel Zeit in den südwestfranzösischen Residenzstädtchen Nérac und Pau, wo sie einen eigenen kleinen Hof unterhielten.

Margarete, die sieben Sprachen lesen konnte, betätigte sich nicht nur als Mäzenin, sondern war auch sehr an Glaubensfragen interessiert und sympathisierte mit Luther. Sie förderte und protegierte (und beherbergte auch häufig) Intellektuelle, die ebenfalls der Reformation zugeneigt waren, darunter Clément Marot, Bonaventure des Périers, Jacques Lefèvre d’Étaples, Jean Calvin, Nicolas Denisot, Jacques Peletier, Victor Brodeau, François Rabelais und Étienne Dolet.

Eine Zeitlang hatte sie mäßigenden Einfluss auf ihren Bruder, der die Anliegen der Reformatoren zwar missbilligte, zunächst aber duldete. 1534, nach der Affaire des Placards, musste sie erleben, dass er sich, mehr aus politischen als aus religiösen Erwägungen, entschieden auf die katholische Seite schlug. Margarete selbst wurde aber von ihm geschont; persönlich neigte sie eher zu einem mystischen, undogmatischen Sensualismus als zu streng protestantischen Ansichten.


Ibrahim Pascha, genannt Makbul , "der Günstling", geboren um 1493 bei Parga ; hingerichtet 15. März 1536 im Topkapi-Palast Istanbul , war zwischen 1523 und 1536 Großwesir des Osmanischen Reiches.
ibrahim paschaAufgrund der besonderen Nähe zu Süleyman dem Prächtigen, den er als seinen „Bruder“ bezeichnete, verfügte er im Vergleich zu anderen Würdenträgern über eine Sonderstellung mit außergewöhnlichen Vollmachten , gefestigt durch eine (historisch noch teils umstrittene) Heirat mit Hatice Sultan, der Schwester Süleymans I. Ihm oblag als Oberstem Befehlshaber des Heeres 1529 die taktische Leitung der Belagerung von Wien.

Ibrahim Pascha galt als ehrgeizig, intelligent und vielseitig gebildet, sprach mehrere Sprachen und interessierte sich sehr für Kunst und Musik. Vor allem aber genoss er auch einen hervorragenden Ruf als Diplomat; insbesondere wusste er über die Beziehungen zwischen den europäischen Staaten bis ins kleinste Detail Bescheid. Krönung seines Lebenswerks war ein Bündnis des Osmanischen Reichs mit Frankreich unter gegen die Habsburger , durch welches König Franz I. gegenüber der Hohen Pforte tributpflichtig wurde.






Madelaine de FranceMadeleine von Frankreich (* 10. August 1520 in St-Germain-en-Laye; † 7. Juli 1537 in Edinburgh) war Königin von Schottland.

Sie wurde als fünftes Kind und dritte Tochter des französischen Königs Franz I. und dessen Gemahlin Claude von Frankreich geboren. Im Vertrag von Rouen zwischen Schottland und Frankreich wurde festgelegt, dass Jakob V., der 1513 bereits im Alter von 17 Monaten König von Schottland geworden war, eine Tochter Franz I. heiraten sollte.

Um 1534 überlegte Jakob zwar zunächst Margaret Erskine, seine Mätresse und Mutter seines Sohnes James Stewart, Earl of Moray, zu heiraten, doch sein Parlament überredete ihn zur Heirat mit einer ausländischen Prinzessin. Als er daraufhin auf die Idee einer französischen Heirat zurückkam, fiel seine Wahl auf die 14-jährige Madeleine, die obwohl zum Zeitpunkt des Vertrags von Rouen noch nicht geboren, nun die älteste Prinzessin war, da ihre älteren Schwestern früh verstarben. Deren Vater antwortete jedoch sie sei noch zu jung und bot ihm drei andere hochstehende französische Edeldamen an, Marie de Bourbon, Marie de Guise und Isabelle von Navarre. 1536 reiste Jakob nach Paris, um Marie de Bourbon kennenzulernen, war von ihr aber nicht angetan. Stattdessen verliebten sich er und die mittlerweile 16-jährige Madeleine. Ihr Vater gab nur zögerlich seine Zustimmung zu einer Heirat, da er Bedenken wegen der Gesundheit des empfindlichen Mädchens hatte.

Am 1. Januar 1537 wurde das Paar in der Pariser Kathedrale Notre-Dame de Paris vermählt, blieb bis zum Frühling am französischen Hof und reiste dann im Mai nach Schottland. Bei ihrer Ankunft in Leith nahm Madeleine zwei handvoll schottische Erde, als öffentliche Geste, dass sie nun Königin des Landes war.


Marguerite de BerryMarguerite de Valois wurde am 5. Juni 1923 in dem königlichen Schloss von Saint-Germain-en-Laye geboren.
Sie starb am 15. September 1574 und wurde in der Abtei von Hautecombe beerdigt. Sie ist die Tochter des Königs von Frankreich, Franz I. und Prinzessin Claude von Frankreich . Sie ist die Enkelin der Prinzessin Louise von Savoyen und Herzogin Anne de Bretagne. Sie trägt auch seit 1549 den Titel Herzogin von Berry, ihre Tante war Margarete von Angoulême. Sie wurde durch die Heirat mit dem Herzog Emmanuel Philibert von Savoyen am 10. Juli 1559 zur Herzogin von Savoyen, welcher der Cousin ihres Vaters, König Franz I. ist. Sie ist die Mutter von Herzog Karl Emanuel I. von Savoyen, geb. Januar 12 Jahre 1562 im Schloss Rivoli.

Sie lebte im Palais du Louvre in Paris, nach der Heirat begleitete sie ihren Mann nach Nizza, Chambéry, nach Rivoli und schließlich dauerhaft in Turin, welche 1562 als die neue Hauptstadt der Savoyer Staaten, Chambéry ersetzt. Sie ist im ehemaligen Palast des Erzbischofs von Turin, der in den herzoglichen Palast verwandelt wurde, das ist auch das Gericht von Savoyen. Marguerite wird, durch ihre Brautjungfern umgeben, dort wohnen bis zum Ende ihres Lebens.
Marguerite war die Patronin der Dichter der Plejaden. Sie äußerte auch Sympathie für die Anhänger der Reformation . Nach ihrer Heirat spielte sie eine Schlüsselrolle bei der Rückkehr des letzten besetzten Gebiet, das die Franzosen evakuieren müssen, nach dem Vertrag von Le Cateau.
Durch ihre politischen Talente machte Marguerite von Frankreich dem Savoy den größte Dienst. Alle ihre Handlungen zeigen ein perfektes Verständnis der schwierigsten Situationen, eine großzügige Seele und Gerechtigkeit. Bei ihrem Tod im Jahre 1574 wurde sie von den Leuten von Savoyen, Nizza und Turin betrauert.


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